ILLUSTRATIONEN / Silke Werzinger, www.silkewerzinger.de
TEXT / Susanne Opalka
Christina Aguilera („Stripped”) hat auf ihrer Website mal stolz verkündet, 650 Dollar dafür ausgegeben zu haben (man möchte sich nicht vorstellen, warum das so teuer war). Und Gwyneth Paltrow hinterließ bei den J.Sisters in New York eine Autogrammkarte mit der vielsagenden Widmung „Ihr habt mein Leben verändert!“. Das möchte man dann schon ein klitzekleinwenig genauer wissen… Die Rede ist vom Brazilian Bikini Wax. Und damit ist nicht die „Enthaarung der Bikinizone” gemeint, die in jedem Kosmetikinstitut jederzeit zu buchen ist. Die widmet sich lediglich den paar vorwitzigen Fusseln, die sich optisch unschön neben dem Polyamidhöschen kringeln, bestenfalls. Spätestens seit „Sex and the City“ ist auch hierzulande bekannt, was sich Menschen alles so antun und im Internet reißen flehende Bitten nach Infos über Waxing-Adressen in „meiner Umgebung“ nicht ab.
Trotzdem: „Depiladoras” (so heißen die Damen des Gewerbes im Ursprungsland) oder Waxing-Studios sind in Deutschland mehr als spärlich gesät. Nur in Bremen und Berlin ist der Nudelook zu haben. Ansonsten ist die Landkarte blank. Dabei ist der Brazilian oder auch Playboy Wax (kommt von den Ausklappbildchen in der Mitte des Heftes) - glaubt man denen, die es überlebt haben - sensationell. Was sich eindeutig auf die Folgeerlebnisse beziehen muss denn auf die Prozedur selbst. Ein Brazilian Wax bedeutet: Warmwachs wird in der gesamten Intimregion aufgetragen - Schamlippen und Anus eingeschlossen - und per Stoffbahnen nach dem Festwerden mit beherztem Ruck abgerissen. Puhduh! Sandra Jordan ist die Pionierin des Waxing in Deutschland. 2001 kam sie aus den USA zurück, das Knowhow aus vier Jahren „Kenneth George Sanctuary Spa” in Santa Monica im Gepäck. Begegnungen mit Melanie Griffith und Whitney Houston inklusive.
(MEHR ZU DIESEM THEMA IN DER AUSGABE 2/2006 AB SEITE 110)




