Foto / Armin Morbach
Produktion / Katrin Gerhardy
Haare / Patrick Gorra, m4 motion
Make-up / Phyllis Cohen, Ballsaal
Styling / Katrin Gerhardy, Ballsaal
Model / Patricia Schmid, Storm London
Bildbearbeitung / Sevengreen
Digital Operator / Melanie Sturm
Assistenz Make-up / Isabel Eiler, Ballsaal
Text / Katrin Gerhard & Claudia Seidel
Könnten Sie ad hoc die Anzahl der aktuellen Kriegsgebiete auf dieser Welt nennen? Zugegeben, schwierig. Denn das Gesicht des Krieges hat sich verändert, weil die Konflikte nicht mehr fein säuberlich in gut und böse zu trennen sind und Krieg zu etwas unübersichtlichem, aus dem Hinterhalt agierendem geworden ist. Aus dem widerwärtigen Blut-und-Boden-Schlachtruf des totalen Kriegeshat sich in den letzten Dekaden ein über die Welt verteiltes Partikularszenario entwickelt, das sich nicht in Fronten definiert, sondern in Tumoren, Metastasen, Wucherungen, die plötzlich platzen, verarztet werden, kaum heilen und wieder aufplatzen. Generationenübergreifend. Studien zur Internationalen Politik liefern den Befund, dass Kriege in unserer gegenwärtigen Weltübergangsgesellschaft wieder „führbar“ geworden sind, wobei die Zahl ihrer Akteure eklatant zugenommen hat. Über die Motivationen von Selbstmordattentätern gibt es unter anderem die These der „Überzähligen Söhne“ bzw. des „youth bulge“, die einen Einfluss der demographischen Entwicklung auf die Kriegsgefahr annimmt und behauptet, dass ein Überhang junger Menschen, insbesondere junger Männer, mit fehlenden sozialen Aufstiegschancen Gewaltbereitschaft und Kriminalisierung in einer Gesellschaft bis hin zum Bürgerkrieg befördern.
(MEHR ZU DIESEM THEMA IN DER AUSGABE 4/2008 AB SEITE 58)





