TUSH 20

 

Ausgabe 02/2010

20 Ausgaben TUSH. Das sind sechs Jahre hoch und runter, vorwärts, rückwärts, Stillstand und dann erst recht weiter. Oft habe ich gar nicht mehr gewusst, wo oben und wo unten ist, wem ich vertrauen kann, welche Story die beste, welches Papier das richtige oder welcher Schriftzug der schönste ist, und dann wurde doch immer alles gut. Viel ist passiert und doch kommt es mir jetzt so vor, als hätte jemand einen Zeitraffer eingestellt. Aber das liegt vermutlich am Alter und klingt jetzt dramatischer, als es soll. Fakt ist, TUSH ist in den letzten sechs Jahren gewachsen und ja, auch reifer geworden. Hätte ich damals gewusst, was es bedeutet, ein Magazin aus dem Nichts aufzubauen, vielleicht hätte ich mich von Anfang an aufs Frisieren und Fotografieren beschränkt und damit eine Menge Nerven, Zeit und Geld gespart, um dann doch festzustellen, irgendetwas hat gefehlt. Denn eines ist mir nach zwanzig Ausgaben TUSH völlig klar geworden: Ich habe das wohl beste Team, das man sich vorstellen kann, das gilt auch für die, die längst nicht mehr für mich arbeiten, und auch für die, die es nun wieder tun. Ihr alle, und damit meine ich natürlich auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser, ihr alle seid TUSH und dafür verantwortlich, dass es uns mit der zwanzigsten Ausgabe noch nie so gut ging wie gerade jetzt. Das ist der beste Grund, es mit dieser Ausgabe so richtig krachen zu lassen und ordentlich zu feiern. Wir haben viele Menschen getroffen, die mit uns dieses Jubiläum zelebrieren, Menschen der Öffentlichkeit, mehr noch, Menschen, die uns ganz offensichtlich dazu inspirieren, ein Magazin zu machen wie dieses. Unsere ganz persönlichen Idole aus den Bereichen Beauty, Mode, Film und Musik. Menschen, die wagemutig sind und durch ihre Persönlichkeit ein bisschen die Welt verändern und sie lebens- und liebenswerter machen. Ob Julia Stegner, eines der erfolgreichsten Models dieser Welt, die völlig offen kommuniziert, dass diese vermeintlich so lockende Welt der großen Mode doch ziemlich boring sein kann; oder wechseln wir in den Bereich der Wissenschaft. Rachel Armstrong hat eine Technologie entwickelt, unsere Umwelt mit einer nahezu simplen Art Kalkstein zu heilen, oder Peter Philips, ein Make-up-Artist im wörtlichen Sinne, kaum einer hat Kunst am Gesicht so wahr werden lassen wie er. Crystal Renn, das Oversizemodel, das eigentlich gar kein dickes Mädchen ist, sondern eines, das sich in seiner Haut wohlfühlt. Oder Peter Berlin, eine Schwulenikone der 1970er-Jahre und meisterhafter Fotograf zugleich. Aber auch unsere Reportage über Menschen des Alltags, die sich etwa die Zeit nehmen und Kids ehrenamtlich das Lesen näherbringen oder obdachlose Menschen resozialisieren. All diesen Menschen und so vielen mehr möchten wir dieses Heft widmen, sehen Sie selbst, wen Sie noch (wieder-)entdecken, und stoßen Sie mit uns an: auf zwanzig Ausgaben TUSH, auf uns, auf Sie, auf alte Zeiten und natürlich auf neue, noch viel spannendere!

In diesem Sinne:
Hoch die Gläser und viel Spaß mit TUSH!
Armin Morbach

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